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Hot Coke With Ginger

Freitag, 06. Oktober 2006

Coke und Ginger

Pünktlich zum Sinken der Temperaturen hat sich hierzulande wieder eine Grippe- und Erkältungswelle breitgemacht. Hausmittelchen gegen Halsschmerzen, Schnupfen, Husten und Fieber gibt es ja eine Vielzahl. Bekannt ist in mitteleuropäischen Breiten zwischenzeitlich auch die heilende Wirkung der Ingwerwurzel. Die Rhizoma zingiberis „enthält einen zähflüssigen Balsam (Oleoresin), der aus ätherischen Ölen und einem Scharfstoffanteil, den Gingerolen und Shoagolen besteht.“ (Wikipedia) Die chinesische Medizin verordnet Ingwer daher in Form von Tees und Bädern bei Rheuma, Muskelschmerzen und Erkältungen.

So weit so gut. Hong Kong gehört bekanntlich seit 1997 zur chinesischen Volksrepublik, wobei wohl nicht erst seit diesem Zeitpunkt die chinesische Kunst des Heilens auch in dieser Stadt bekannt ist. Wie ich von ortskundiger Informantin dieser Tage erfahren habe, steht dort auf den Getränkekarten fast jeder Verkaufseinrichtung ein etwas zweifelhaft klingendes Getränk: Hot coke with ginger. Warum? Hong Kong ist wohl eine der Städte mit extrem hoher Klimaanlagendichte. So angenehm kühl bis frostig die klimatisierten Räume auch sind, sie fördern die Erkältungsgefahr. Um dem entgegenzuwirken wird Cola mit Ingwer getrunken, was das Zeug hält. Dabei soll – die medizinische Richtigkeit kann ich nicht bestätigen – die Cola dafür verantwortlich sein, Keime und Krankheitserreger im Rachen zu lösen, der Ingwer mit seiner bekannt antiseptischen Wirkung tut dann das übrige.

Zubereitet ist dieses Getränk sehr einfach: Die Cola wird einmal aufgekocht, vom Feuer genommen und dann mit geriebenem Ingwer vermischt. Fertig. Ob die Wirkung tatsächlich hält, was sie verspricht, versuche ich – erkältet – eben im Selbstversuch zu erproben. Ob ich das mit dem Cocktail an Antierkältungsmaßnahmen tatsächlich beantworten werde können, bleibt allerdings fraglich. – Aber man soll ja nichts unversucht lassen. „Hilft’s nicht“, so der Volksmund, der niemals irrt, „so schadt’s nicht“