Artikel mit ‘Leben’ getagged

Dinge, die das Leben lebenswert machen

Montag, 19. März 2007

Flugzeug

Woody Allens Isaac Davis stellt gegen Ende des Films Manhattan die Frage: Warum ist das Leben lebenswert? „Eine sehr gute Frage. Weil es gewisse Dinge gibt, die es lebenswert machen, meine ich. Was zum Beispiel? Also für mich, da würde ich sagen vielleicht Groucho Marx, um nur eins zu nennen, und Willie Maze, und der zweite Satz der Jupiter-Sinfonie, und Louis Armstrongs Aufnahme von Potato Head Blues, schwedische Filme natürlich, Lehrjahre des Gefühls von Flaubert, Marlon Brando, Frank Sinatra, und die unglaublichen Äpfel und Birnen von Cézanne, die Krebsschwänze bei Sam Wo. Tracys Gesicht …“

Vielleicht sollten wir uns alle selber öfter die Frage stellen, was das Leben denn lebenswert macht. Also für mich, da würde ich sagen vielleicht Johnny Cash, und Woody Allen, und die Opern von Richard Wagner, Giya Kanchelis Vom Winde beweint, die Norma der Maria Callas, Radetzkymarsch von Joseph Roth, und Ingeborg Bachmann, und The Last Picture Show, Berlin, die Suppe bei Azar. Und das unglaubliche Gefühl, einem Menschen ganz nah zu sein.

„Wenn ich den See seh’, brauch’ ich kein Meer mehr“, sagt man irgendwo im Süden des Landes …

Ich weiß keine bessere Welt

Montag, 22. Januar 2007

Mehr Fotos auf flickr.com

Die Lampe verlosch und hinterließ dunkelste Finsternis. Kein Lichtstreif. Orientierungslosigkeit. Wohin? Sie schlief ein, „schon am Schlafrand getroffen von einem Traum, und [griff] sich an den Kopf und an ihr Herz, weil sie nicht wußte, woher das viele Blut kam. Sie dachte trotzdem noch: Es ist nichts, es ist nichts, es kann mir doch gar nichts mehr geschehen. Es kann mir etwas geschehen, aber es muß mir nichts geschehen.“ (Nach Ingeborg Bachmann: Drei Wege zum See. In: Werke, Bd. 2. Piper)

am Ende ist
der Anfang von
Tagtraum und Erinnerung,
am Ende ist also
sodann das was nicht
sein soll,
es ist am Ende
(Ingeborg Bachmann. In: Ich weiß keine bessere Welt. Piper)