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Heißgeliebt und heißgehasst

Sonntag, 25. Februar 2007

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Wien, Wien, nur du allein … ja was? Sollst stets Stadt meiner Träume sein? Alpträume? Alpenträume? Letzteres vielleicht ja.

Dabei liegt Wien doch gar nicht in den Alpen.

Jedenfalls ist mir eines klar geworden: man kann Wien nur hassen, wenn man Wien liebt. Oder Wien nur lieben, wenn man Wien hasst? Beides vielleicht.

Was ich beispielsweise liebe und mit Abstand zur Stadt zu schätzen lerne: das Wiener Kaffeehausleben. Klischee? Ich weiß nicht. Aber ein kleiner Schwarzer mit einem Stück Apfelstrudel oder Topfenstrudel in der ruhigen Beschaulichkeit eines Bräunerhofes, eines Prückel oder selbst eines Westend sind einfach ein wunderbarer Zeitvertreib.

„In Wien ist es im März noch tiefer Winter
Ende Jänner sagen die Wiener schon es ist Frühling
Aber noch Ende März ist es tiefer Winter“
(Thomas Bernhard: Heldenplatz. Suhrkamp)

Handy Tools

Sonntag, 01. Oktober 2006

Handy Tools

Dinge die den Neoblogger und flickr-User begeistern: Eben habe ich herausgefunden, dass meine Lieblings-Web 2.0-Anwendung flickr noch ein ganz tolles Tool bereithält, das mir das Bloggen in Zukunft noch einfacher machen soll, kann ich doch nach Eingabe meiner Daten ab sofort direkt von jeder Foto-Ansicht aus einen Blog schreiben und hierher schicken. Kein umständliches URL-Kopieren mehr, sondern nur mehr Blog this klicken, und los geht’s. Die Wunderwelt der Technik …

Was mir sonst noch auf den Nägeln brennt: Gestern abend Premiere im Berliner Ensemble – Claus Peymann und Hermann Beil spielen Thomas Bernhard; und vor allem sich selbst. Die Inszenierung altbekannt noch auch dem Wiener Akademietheater, die Besetzung allerdings neu und so richtig genial – eigentlich die logische und Idealbesetzung, verleiht es den drei Dramoletten doch eine besondere Komik und doppelte Ironie, wenn Peymann selbst Peymann sagen lässt, das Publikum könne ihn im Grunde doch im Arsch lecken. Peymann macht Bernhard ist für mich wohl seit über 20 Jahren die beste und einzige Möglichkeit, Bernhard auf die Bühne zu bringen. Deshalb – und auch meiner Begleitung wegen – ein wunderbarer Theaterabend. Bitte mehr davon!

War noch was mit der Weltkomödie Österreich? Ach ja! Die Ösis wählen mal wieder ihre Schlächter selber. Heute also mit dem für das kleine Land überdimensionierten Stimmzettel ab nach Tiergarten in die Botschaft der Republik und dem Erbrechen nahe doch auch ein Kreuzchen draufgemalt – noch nie zuvor mit solchem schlechten Gewissen und so ganz gegen jede politische Überzeugung. Eigentlich wäre es doch richtiger, das einzig Wahre zu tun und nicht zu wählen. Aber was nützts? Der Ersatzkaiser wird sich ja doch wieder als der Wahlgewinner präsentieren und weiter seine Operettenpolitik machen. Bleibt nur zu hoffen, diesmal ohne flötenspielender Volksschullehrerin im Gepäck. Und vielleicht dann doch einmal mit einer Partei, die nicht ständig die Grenzen der Menschenwürde auslotet und überschreitet. Aber warum eigentlich? Haben nicht die Wähler genau die Regierung verdient, die sie wählen? Hat nicht ein Operettenland eine Operettenregierung verdient, die nichts andere tut, als ihre Operettenpolitik umzusetzen? Tu felix Austria!